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Plakatwahnsinn in Innsbruck

30 Mrz

Dr. Karl Gostner ist Obmann des Tourismusverbandes Innsbruck und seiner Feriendörfer, der FPÖ-Kandidat für die Gemeinderatswahl 2012 in Innsbruck – August Penz (hier der akutelle Bericht zum Verdacht auf Verhetzung) – sein 1. Stellvertreter. Auf meine schriftliche Anfrage, wie die Meinung des Obmanns Dr. Gostner zum von der FPÖ im Rahmen des Wahlkampfes zu den Innsbrucker Gemeinderatswahlen plakatierten Wahlkampfspruch „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“ ist, antwortet dieser:

„Persönlich bin ich entsetzt über die Plakate und werde heute Herrn Penz ersuchen für deren Entfernung zu sorgen. Der Tourismusverband als unpolitische Organisation verzichtet auf jeglichen Kommentar.“

Dr. Karl Gostner,

Obmann Innsbruck Tourismus

Der folgende Text, verfasst von Martin Varano, ist in vollständiger Form auf http://provinnsbruck.at/ erschienen.

Es gibt Momente, in denen man erstaunt auf Dinge reagiert, die einen bei genauerer Betrachtung vielleicht gar nicht mehr überraschen dürften. Dennoch hat mich Ihr Wahlslogan „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“ persönlich mehr als nur angewidert. Noch mehr beschäftigt mich allerdings, dass solche Pauschalurteile im Zusammenhang mit anderen Nationalitäten Ihrerseits scheinbar systematisch über einen längeren Zeitraum verfolgt werden. Ich gebe mich daher auch nicht damit zufrieden, dies als einfache Wahlmasche abzutun und darüber zu schweigen – auch wenn ich dahinter billigsten Populismus vermute.

Kürzlich bin ich auf der Homepage von August Penz gewesen, um mir über Ihr politisches Agieren ein genaueres Bild machen zu können und bin dabei auf Ihre Zeitung Zukunft Innsbruck gestoßen. In der Ausgabe 2/2011 verwenden Sie auf Seite 3 folgende Überschrift: Marokkaner – Zwangsarbeit statt Drogenverkauf

Um nicht zu weit auszuholen, zitiere ich für Sie nur kurz aus dem leicht zugänglichen Wikipedia-Beitrag zum Thema Zwangsarbeit: „Als Zwangsarbeit wird eine Arbeit bezeichnet, zu der ein Mensch unter Androhung einer Strafe oder eines sonstigen empfindlichen Übels gegen seinen Willen gezwungen wird. Sie ist – mit verschwimmenden Übergängen – die schärfste Form der Arbeitspflicht. Die Internationale Arbeitsorganisation (ILO) definierte 1930 in Art. 2 Abs. 1 des Übereinkommens über Zwangs- und Pflichtarbeit die Zwangsarbeit als unfreiwillige Arbeit oder Dienstleistung, die unter Androhung einer Strafe ausgeübt wird.“ 

Update >>hier<<

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Ein Kommentar

Verfasst von - 30. März 2012 in Standard

 

Schlagwörter:

Eine Antwort zu “Plakatwahnsinn in Innsbruck

  1. Gefinkelt

    30. März 2012 at 12:14

    Bei dem Plakat stellen sich mir zwei Fragen:
    1.) Was ist das bitte für ein „Plan für Innsbruck“?
    2.) Wer hat jetzt die Marokkaner geklaut? 😉

     

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